US-Wahlzyklus: Zwischenwahljahre neigen jetzt zur Schwäche!

Published 9 months ago at 20 Apr 2022

Lieber Investor, 

wie Sie wissen, wurde 2020 Joe Biden zum US-Präsidenten gewählt. Was Sie vielleicht nicht wissen: Wegen dieser Wahl folgt aus zyklischer Sicht ein typischer Verlauf für das aktuelle Jahr. 

Der Verlauf der Aktienmärkte ist dabei nicht so sehr davon abhängig, ob ein Republikaner oder Demokrat Präsident wird. Der Wahlzyklus – er wird auch Vierjahreszyklus genannt – differenziert nämlich nicht nach der Partei, sondern nach dem Jahr der Präsidentschaft. 

In den vergangenen 125 Jahren stieg der Dow Jones Index durchschnittlich 5,4%, wenn es sich um ein Präsidentenwahljahr handelte. In den Vorwahljahren schnitt er mit 8,5% sogar noch besser ab. In den Nachwahljahren waren es hingegen lediglich 4,7%. In den darauffolgenden Zwischenwahljahren lag der Zugewinn nur bei 0,8%. 

2022 ist ein Zwischenwahljahr.

Gründe des Präsidentenwahlzyklus

Wieso sind die beiden Jahre nach der Wahl kraftlose, die beiden vor der Wahl hingegen recht gute Börsenjahre? Die Gründe liegen nahe: Präsidenten wollen wiedergewählt werden beziehungsweise wünschen sich einen Nachfolger aus ihrer Partei. Sie bemühen sich deshalb vor der Wahl, die Wirtschaft anzukurbeln und die Wähler positiv zu stimmen. Dazu zählen etwa durch Deficit-Spending finanzierte Maßnahmen. Aber auch die (nicht völlig unabhängige) Notenbank scheint durch ihre Geldpolitik den jeweils amtierenden Präsidenten zu unterstützen. 

Der nachfolgende Chart stellt den gesamten Vierjahreszyklus ab 1900 dar. Er zeigt Ihnen den durchschnittlichen Vierjahresverlauf des Dow Jones über gut hundert Jahre. Dadurch können Sie Entwicklungen auch innerhalb des Jahres genau betrachten. 

Die Skala rechts weist den prozentualen Gewinn aus. Oberhalb von „Election“ ist somit der durchschnittliche Verlauf aller Wahljahre dargestellt, oberhalb von „Post-Elect.“ der aller Nachwahljahre, oberhalb von „Midterm“ der aller Zwischenwahljahre, und oberhalb von „Pre-Election“ der aller Vorwahljahre. Die Skala unten zeigt das Jahr im Vierjahreszyklus. 

Mittlerer Verlauf des Dow Jones im Vierjahreszyklus abhängig von der US-Präsidentschaftswahl 


Die Wahlen beeinflussen die Kurse. Quelle: Seasonax

Links das Wahljahr und ganz rechts das Vorwahljahr waren wie bereits erwähnt gute Börsenjahre. Die beiden mittleren Jahre des Charts, also das Nachwahljahr und das Zwischenwahljahr, brachten den Anlegern hingegen kaum Gewinne. Wir greifen nun das aktuelle Jahr im Zyklus, das Zwischenwahljahr, heraus.

Das Zwischenwahljahr unter der Lupe

Der nächste Chart zeigt Ihnen den durchschnittlichen Verlauf nur der Zwischenwahljahre. Er ist gewissermaßen die Vergrößerung des dritten Viertels des ersten Charts. 

Mittlerer Verlauf des Dow Jones im Zwischenwahljahr 


Ab Mitte April neigen die Kurse zur Schwäche. Quelle: Seasonax

Deutlich erkennen Sie die Abschwächung ab Mitte April – sozusagen ein vorgezogenes „Sell in Mai and go Away“. Dafür erfolgt auch der Anstieg bereits wieder früher, nämlich Ende September im Vergleich zum „normalen“ Jahr Ende Oktober. Insgesamt weist das Zwischenwahljahr eine Seitwärtstendenz auf.

Auch im Zwischenwahljahr gibt es gute Chancen!

Das gilt allerdings nur für den Gesamtmarkt. Viele einzelne Werte und Sektoren weichen vom Index-Verlauf ab und bieten Ihnen auch in schwierigen Zeiten gute Chancen. Das zeigt Ihnen, wie wichtig es ist die Saisonalität auf einzelwertebene zu betrachten.

Nehmen Sie die Herausforderung an! Seasonax hilft Ihnen, gute Anlagemöglichkeiten zu finden. Schauen Sie daher bei www.seasonax.com vorbei. Sie sind herzlich willkommen!

Herzliche Grüße, 

Dimitri Speck
Gründer und Head Analyst von Seasonax

PS: Nutzen Sie den Screener von Seasonax zur schnellen Suche! 


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