Lieber Investor,
freuen auch Sie sich darauf, endlich die ersten Sonnenstrahlen zu genießen und wieder in einen Biergarten Ihrer Wahl gehen zu können? Der Winter hat lange genug gedauert und der Frühling streckt behutsam seine Fühler aus. Die Zeit wurde bereits umgestellt und am 23. April wird der Tag des deutschen Bieres begangen.
Deutschland galt früher als das Biertrinkerland Nr. 1. Inzwischen rangiert Deutschland im europäischen Vergleich nur noch auf Rang 3 beim Bierkonsum, ist aber noch immer größter Bierproduzent in Europa noch vor UK.
Dabei liegt die größte deutsche Brauerei Radeberger (mit Marken wie Jever, Clausthaler oder Schlösser Alt) im internationalen Vergleich lediglich auf Rang 22.
Mit dem Frühlingsanfang stellt sich die Frage, ob die großen börsennotierten Brauereien vom besser werdenden Wetter profitieren können. Dazu haben wir drei große Bierbrauer untersucht und die saisonalen Effekte analysiert.
AnheuserBush Inbev ist der Platzhirsch unter den großen börsennotierten Brauhäusern
Diese weltgrößte Brauerei Gruppe ging aus einer Fusion der bekannten Budweiser-Marke aus den USA mit der belgischen Interbrew (die zuvor mit der brasilianischen AmBev aus Brasilien zusammenging) hervor.
Die bekanntesten Marken sind Budweiser, Beck’s, Corona Extra, Leffe (Abteibier aus Belgien) oder Stella Artois.
Der saisonale Chart zeigt auf, dass die beginnende Biergartensaison offenbar tatsächlich zu einem Anstieg bei den Erträgen führen dürfte.
In beachtlichen 15 der letzten 20 Jahre konnte Anheuser vom 1.4. bis in den Sommer erfreuliche 10 % im Schnitt zulegen. Auch wenn in den negativen 5 Jahren ebenfalls fast 10% verloren wurde, zeigt diese Statistik, dass das Frühjahr offenbar eine gute Zeit für die größte Brauerei darstellt.

Quelle: Seasonax | View pattern
Auch wenn es auf den ersten Blick den Anschein erweckt, als sei die Biertrinkerzeit im Hochsommer beendet, stellt sich die Phase bis Mitte Dezember nahezu ausgeglichen dar. Mit einer Statistik von 9 zu 11 positive zu negativen Jahren lässt sich zwar ein statistischer Vorteil ziehen, mit einem nachhaltigen Einbruch ist in dieser Zeit allerdings ebenfalls nicht zu rechnen.
Der Niederländer Heineken rangiert an Position 2 und steht dem Branchenprimus kaum nach
Mit der Kernmarke Heineken ist der niederländische Brauer auf der ganzen Welt bekannt und beliebt. Zu den Marken gehören auch Affligen (Abtei-Bier) oder Amstel (der große Belgier).
Der Frühlingsaufschwung bei Heineken dauert, anders als bei Anheuser, nur bis Mitte Mai, kann aber mit einer Statistik von 15 zu 3 Jahren in diesem Zeitraum brillieren. Auch wenn der durchschnittliche Ertrag hier lediglich gut 6% beträgt, so ist dies für den kurzen Zeitraum durchaus ansehnlich.

Quelle: Seasonax | Muster ansehen
Von Ende Juli bis Ende Oktober scheinen die Biertrinker auch Heineken den Rücken zu kehren. Diese Abwärtsentwicklung ist mit 14 negativen Phasen in den letzten 19 Jahren besonders ausgeprägt. Hinzu kommt, dass sogar die letzten 10 Jahre allesamt negativ verlaufen sind. In diesem Zeitraum konnten durchschnittlich knapp 10% mit einer Shortposition erzielt werden.
Dänischer Konzern Carlsberg ist Spitzenreiter
Auch wenn Dänemark im skandinavischen Vergleich nicht die höchsten Alkoholpreise hat, liegen diese doch immer noch deutlich über dem europäischen und weit über dem deutschen Durchschnitt. Trotzdem rangiert die dänische Carlsberg Gruppe mit den Marken Tuborg, Holsten oder Kronenburg (Frankreich) zu den größten Brauern, gleich hinter Heineken und Anheuser.

Quelle: Seasonax | Muster ansehen
Der bereits bei den anderen beiden Brauern beschriebene Zeitraum stellt sich bei Carlsberg besonders überzeugend dar. Mit 17 zu einem Jahr gab es in den vergangenen Jahren fast eine 100% Quote. Für einen Zeitraum von Ende März bis Ende Mai sind nahezu 8 % Durchschnittsrendite eine beachtenswerte Performance. Ab 20. Mai ist aber auch dieser Höhenflug beendet und mündet in eine Negativstatistik von 6 zu 12 bei rund 20 % in den zwölf negativen Jahren.
Warum steigen die Brauereien nur bis zum Hochsommer?
Dieses auffällige Verhalten liegt offenbar am typischerweise Spitzenabsatz der Brauer bis Juli was sich dann auch in den Gewinnerwartungen der Brauereien niederschlägt. In der zweiten Jahreshälfte wird das Wetter erfahrungsgemäße unbeständiger (auch wenn der Herbst natürlich noch warme Tage hat), was die Absatzchancen schwächt. Es könnte also eine Strategie angewendet werden, die mit Longpositionen im ersten und Shortpositionen im zweiten Halbjahr begleitet wird.
In den klassischen Charts spiegelt sich eine hohe Volatilität wider, die auch in den Seasonax-Charts zu erkennen ist. Somit eignen sich diese Bieraktien zwar nicht zur Anlage, aber mit den Seasonax-Charts können sehr gut die Schwankungen ausgenutzt werden.
Fazit: Bier wird immer getrunken, auch wenn die Absatzzahlen in Deutschland rückläufig sind.
Bier gilt als Grundnahrungsmittel, was sich in absehbarer Zeit auch kaum ändern wird. Die Frühjahresphasen der großen Brauer sind so auffällig und ausgeprägt, dass diese für entsprechende Trades gut genutzt werden können.
Verdienen Sie Ihren nächsten Biergartenbesuch mit Ihren Freunden mit den Möglichkeiten die Ihnen Seasonax nicht nur mit Brauereiaktien bietet.
Nutzen Sie die Vorteile und verwenden Sie Seasonax für Ihren professionellen Umgang mit saisonalen Verläufen!
Mit freundlichen Grüßen,
Christoph Geyer, CFTe
Gewinner des AktienAnalystenAward Technische Analyse


